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Autorin: Cornelia Nagel, Online-Redakteurin und Text-Expertin

 

3. Dezember 2015

 

 

Weihnachtspost: Alle Jahre wieder – nur dieses Jahr einmal anders

 

Mit diesen 8 Tipps heben Sie sich ab und bleiben in guter Erinnerung

 

 

An Weihnachten können Sie Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Dienstleistungen noch einmal beim Kunden, beim Lieferanten angenehm in Erinnerung rufen. Aber: Bitte ohne werbliche Aussagen! – einfach ein paar nette Zeilen mit einem Gruß und Dank, der von Herzen kommt.

 

Sie denken jetzt vielleicht: „Leichter gesagt, als getan.“ Ich kann Sie beruhigen, alles  halb so wild. Aber Sie haben recht, denn auch bei der Weihnachtspost gilt es, ein paar Regeln zu beachten. 

 

Hier kommen 8 Tipps, wie Sie Ihre Weihnachtspost einmal anders formulieren.

Und am Ende dieses Artikels warten 2 Formulierungs-Beispiele zum Herunterladen auf Sie.

 

 

 

Tipp 1: Wie persönlich darf es sein?

Weihnachtsbriefe oder Weihnachtskarten dürfen ruhig persönlicher sein – als die normale Geschäftskorrespondenz. Hierbei ist es egal, ob Sie per Post, per E-Mail, per SMS Ihre Grüße versenden. Der Empfänger sollte merken, dass nur er gemeint ist. Also verzichten Sie auf Standardformulierungen.

 

 

Tipp 2: Die Anrede

In der Weihnachtspost können Sie ruhig „Liebe Frau Geschäftsbeziehung“ schreiben. Das ist persönlicher als das herkömmliche „Sehr geehrte Frau …“.

 

 

Tipp 3: Vorsicht vor Standardformulierungen


Sicher ist es praktisch 100-mal zu schreiben „Wir bedanken uns“, „Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg“, „Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnacht“. Aber mit persönlich hat dies nichts zu tun. Und wenn Sie nicht wissen, wie Ihr Leser zu den christlichen Festen steht oder wie es finanziell um ihn bestellt ist, kommen „gesegnete Weihnacht“ oder „weiterhin viel Erfolg“ nicht gut an.

 

Am besten Sie formulieren um und passen Ihre Grüße an den jeweiligen Empfänger an. Wie, das zeigen Ihnen am Ende dieses Artikels 2 Formulierungs-Beispiele

 

 

Tipp 4: Stellen Sie einen Bezug her

Schreiben Sie mit ein paar Worten, wer Sie sind, wie Ihre Geschäftsbeziehung zustande gekommen ist. Sie glauben gar nicht, wie sich Ihr Gegenüber noch gern an Ihre Weihnachtspost erinnern wird.

 

 

Tipp 5: Die Satzlänge


Bandwurmsätze sind generell ein Tabu – auch in der Weihnachtspost. Holen Sie Luft. Lesen Sie den Text laut vor, wie klingt er? Dann kürzen Sie. Und passen Sie den Stil an die jeweilige Branche an. Eine Weihnachtskarte an ein IT-Unternehmen formulieren Sie anders – lockerer – als an einen Versicherungsmakler.

 

 

Tipp 6: Ihre Unterschrift

Auch Ihre Unterschrift sollte gut lesbar sein. Vor- und Zuname sind selbstverständlich ausgeschrieben – am besten in blauer Tinte. Optimal ist: Wenn Sie Ihren gedruckten Namen und Ihre Position im Unternehmen darunter setzen. So kann Ihr Leser auf einen Blick erkennen, von wem die freundlichen Zeilen kommen.

 

Keine Sorge: Sie müssen nicht 1 000 Karten von Hand schreiben.

Mein persönlicher Tipp: Die Karten, die an Ihre treuen Stammkunden und Ihre langjährigen Geschäftspartner gehen, nur diese schreiben Sie per Hand.

 

 

Tipp 7: Wann verschicken?

Das oberste Gebot ist natürlich darauf zu achten, dass die Post den Empfänger rechtzeitig zu den Weihnachtsfeiertagen erreicht. Wenn Sie merken, die Zeit wird knapp – dann lassen Sie es besser. Denn verspätete Weihnachtspost hinterlässt beim Leser einen negativen Touch – er könnte denken, Sie sind nicht organisiert.

 

Und wenn’s ganz schnell gehen muss: dann geht’s auch per E-Mail.

 


Als Faustregel für die Schneckenpost gilt:

Versand innerhalb Deutschlands:

mindestens 2 Wochen vor den Festtagen

Versand ins Ausland:

mindestens 3 Wochen vor den Feiertagen

 

 

Tipp 8: Neujahrsgrüße statt Weihnachtspost

Alternativ lassen Sie die Weihnachtsgrüße weg, und schicken in der ersten Januar-Woche persönliche Neujahrsgrüße. Auch hierbei gilt, je persönlicher, desto besser. Solche Neujahrsgrüße haben noch einen Vorteil: Sie wecken beim Empfänger mehr Aufmerksamkeit. Denn an Weihnachten verschickt jeder seine Post, aber zum neuen Jahr …

 


Und noch mehr Aufmerksamkeit: Wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihre Grüße auch wirklich gelesen werden und nicht in der Masse untergehen, dann schicken Sie doch einfach mal zu Ostern oder erst im Sommer, bevor die Urlaubszeit beginnt, ein paar persönliche Zeilen.

 

 

 

Hier habe ich Ihnen 2 Beispiele zusammengestellt,

wie Ihre Weihnachtskarte/Ihr Weihnachtsbrief aussehen sollte:

 

Liebe Frau Beispielfrau,

 

jetzt ist es nicht mehr lange hin, dann ist Weihnachten. Es duftet nach Lebkuchen, Spekulatius, der Weihnachtsgans – gerne erinnern wir uns an unsere Kindheit. All diese besondere Mischung, das macht Weihnachten aus.

 

Frau Beispielfrau, was für ein Jahr liegt hinter uns. Viele neue Projekte haben wir gemeinsam umgesetzt. Ich kann nur sagen: Die Zusammenarbeit mit Ihnen macht mir jedes Jahr aufs Neue eine ganz besondere Freude. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön. So hoffe ich, dass wir auch 2016 viel Neues angehen werden.

 

Nun wünsche ich Ihnen von ganzen Herzen wunderschöne Weihnachten und einen schwungvollen Start ins neue Jahr.

 

Herzliche Grüße

 

 

Lieber Herr Musterkunde,

 

bald ist Weihnachten, die Zeit der Besinnlichkeit, der Ruhe, der Stille. Diese Zeit sollten wir nutzen, um das vergangene Jahr einmal Revue passieren zu lassen. Wie ich finde, liegt ein tolles Jahr hinter uns. Gemeinsam haben wir das eine und andere Projekt gemeistert – wenn auch nicht immer alles auf Anhieb wie am Schnürchen lief. Aber letztendlich haben wir es dann doch geschafft.

 

Dafür, für die wirklich tolle Zusammenarbeit mit Ihnen, bedanke ich mich herzlichst. Und hoffe natürlich, dass wir unser Miteinander im Jahr 2016 genauso fortsetzen werden.

 

Jetzt wünsche ich Ihnen erst einmal erholsame Weihnachten, genießen Sie die freien Tage. Rutschen Sie gut ins neue Jahr hinein, und bleiben Sie gesund.

 

Ganz herzliche Grüße

Hier können Sie die Tipps und Beispiele herunterladen
8 Tipps für Ihre Weihnachtspost.pdf
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