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30. September 2014

 

Der Geschäftsbrief: Welche Schriftart, Schriftgröße und welche Hervorhebung sind optimal für den geschäftlichen Brief?

 

Sie haben Ihren Brief fertig, mit dem Inhalt sind Sie zufrieden.

 

Doch bevor Sie den Brief drucken und verschicken können, müssen Sie noch entscheiden, wie er aussehen soll.

 

Welche Schrift? Welche Schriftgröße? Welche Hervorhebungen eignen sich?

 

Um Ihnen diese Entscheidung zu erleichtern, habe ich einmal die wichtigsten Grundregeln für Sie zusammengestellt.

 

Doch jetzt erst mal etwas Grundsätzliches zu den Schriftarten:

 

Times New Roman, Arial oder doch eine andere Schrift?

Die Faustregel lautet: Lesbarkeit! Ganz egal, ob Angebot, Auftragsbestätigung oder Werbebrief – Ihr Brief muss gut zu lesen sein. Das heißt: klar im Schriftbild, in der Struktur und sparsam mit Hervorhebungen, wie Fett, Kursiv, Unterstreichungen. Denn tut sich der Empfänger beim Lesen schwer, wird er Ihren Brief womöglich nur oberflächlich oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht lesen. Doch dies möchten Sie sicherlich vermeiden.

 

Was sind Serifen, Antiqua- und Grotesk-Schriften?

Für eine klare Schrift-Kontur sind die sogenannten Ober- und Unterlängen (die Schrifthöhe) sowie die Serifen einer Schrift verantwortlich. Serifen sind kleine „Füßchen“ am Ansatz oder Abschluss eines Buchstabens. Schriftarten mit diesen Füßchen nennt man Antiqua. Dazu gehören: Times New Roman, Courier, Bodoni.

 

Daneben gibt es noch die sogenannten Grotesk-Schriften. Das sind Schriften ohne „Füßchen“, wie Arial, Candara oder Century Gothic.

 

Und das passiert beim Lesen

Erkennen Sie den Unterschied? Schauen Sie einmal das T der Schrift Times New Roman an. Das „T“ steht quasi auf einem Podest (die kurze Linie unten). Vergleichen wir nun das T in Arial geschrieben, hier fehlt diese „Führungslinie“.

 

Sofern Sie Ihren Brief in Times New Roman schreiben, also einer Schrift mit „Füßchen“, bilden diese „Füßchen“ (die Serifen) eine Leselinie. Diese Linie hilft dem Auge, in der Zeile zu bleiben. Was dazu führt, dass Schriften wie Times New Roman, Courier oder Bodoni besser zu lesen sind.

 

Wenn Sie jetzt denken „Oh je, ich habe bisher meine Briefe in Arial geschrieben …“, kann ich Sie beruhigen. Sie können auch weiterhin in Arial schreiben. Nur sollten Sie darauf achten, dass der Zeilenabstand groß genug ist. Denn sonst können die Zeilen beim Lesen verschwimmen.

 

Merke:

Mit einem Zeilenabstand von „Mindestens und 15 pt“ können Sie Ihren Brief ruhig in Arial oder in einer anderen Grotesk-Schrift schreiben.

 

 

Nun geht’s los mit ...

 

Grundregel 1: Die Schriftgröße – 10, 11, oder 12 Punkte?                                                      

Hier kommt es darauf an, in welcher Schrift Sie Ihren Brief schreiben.

 

Antiqua-Schriften: Times New Roman, Courier, Bodoni sind im Schriftbild kleiner als Arial. Wenn Sie Ihren Brief beispielsweise in Times New Roman schreiben, empfiehlt sich eine Schriftgröße von 12 Punkten bei einfachem Zeilenabstand.

 

Grotesk-Schriften: Die Schrift Arial wirkt im Gesamtbild größer. Sie können Ihren Brief in Größe 10 oder 11 pt bei einem Zeilenabstand „Mindestens und 15 pt“ (siehe Bild oben) schreiben.

 

Hinweis: Ich schreibe meine Geschäftsbriefe in Arial, Schriftgröße 11 und einem Zeilenabstand „Mindestens und 15 pt“. Auch dieser Blog-Artikel ist mit dieser Einstellung geschrieben.

 

Grundregel 2: Das Schriftbild – alles was das Schriftbild verzerrt, schadet der Lesbarkeit.

Gehen Sie mit Fett, Kursiv, Unterstreichungen sparsam um. Auf GROSSBUCHSTABEN oder gesperrt sollten Sie wenn möglich komplett verzichten. Auch zu viel farbiger Text bremst den Lesefluss.

 

Grundregel 3: Das Briefpapier – achten Sie auf einen klaren und hellen Brief-Hintergrund.

Am besten eignen sich: weißes, beige- oder cremefarbenes Briefpapier und eine schwarze Schrift.

 

Sicher, weiße Schrift auf dunklem Briefpapier sieht edel aus. Doch für das menschliche Auge ist das schwere Kost. Deswegen: Wenn möglich, bitte vermeiden!

 

Fassen wir zusammen: Optimal für den Geschäfts- und Werbebrief ist …

  • schreiben Sie Ihren Brief in Groß- und Kleinschreibung
  • verzichten Sie auf Wörter oder Sätze in GROSSBUCHSTABEN
  • verzichten Sie auf Wörter oder Sätze in gesperrt geschrieben
  • gehen Sie mit Fett, Kursiv und Unterstreichungen sparsam um
  • gehen Sie auch mit farbigem Text sparsam um
  • wählen Sie ein helles Briefpapier – schwarze Schrift auf hellem Grund
  • bei Times New Roman, Courier oder Bodoni wählen Sie eine Schriftgröße von 12 pt und einfachen Zeilenabstand
  • bei Arial, Candara oder Century Gothic wählen Sie eine Schriftgröße von 10 oder 11 pt plus größerem Zeilenabstand, z. B. „Mindestens und 15 pt“

 

Autorin:

Cornelia Nagel, Online-Redakteurin und Text-Expertin

 

Ein Wort zum Schluss

Natürlich ließe sich noch viel mehr zur Gestaltung und Formatierung von Briefen und E-Mails sagen. Aber das würde den Umfang des Blog-Artikels sprengen. Wenn Sie mehr erfahren möchten über „zeitgemäße Korrespondenz – so schreibt man heute“, dann sprechen Sie mich an.

 

Und so geht`s: Sie schicken mir einfach Ihren Brief-Entwurf (z. B. Angebot etc.) – bitte auf Ihrem Firmen-Briefkopf – an buero@buerotext.com und ich gebe meinen Senf dazu. Sie erhalten Tipps und Verbesserungsvorschläge zur Formulierung, Gestaltung und Formatierung.

 

Das bietet Ihnen die Brief-Beratung:

  • Begutachtung Ihres Briefes
  • wertvolle Tipps zur Formulierung, Gestaltung und Formatierung
  • Detaillierte und nummerierte Aufstellung der Verbesserungsvorschläge

Ihr Nutzen: schnelles Nachlesen und Umsetzen – Sie sehen sofort die Schwachstellen in Ihrem Brief und können diese der Reihe nach optimieren.

 

Das bietet die Brief-Beratung nicht:

  • Texten, Rechtschreibkorrektur und inhaltliches Optimieren Ihrer Texte
  • Gestalten der Print- und Online-Texte
  • Rechtsberatung

 

 

Ich bin gespannt und freue mich auf Ihre Briefe an buero@buerotext.com.

 

Ihre Cornelia Nagel